Währung in Marokko: Was du über Geld für deine Reise wissen musst

Wie heißt die Währung in Marokko? Wie hoch ist der Umtauschkurs? Kann ich mit meiner EC-Karte in Marrakesch Geld am Automaten abheben oder sollte ich besser in einer Wechselstube tauschen? Antworten auf die wichtigsten Fragen zu den Themen Geld, Währung, Marokko und Reisen im Überblick.

Wissenswertes über die Währung in Marokko

Die offizielle Währung in Marokko ist der marokkanische Dirham (MAD). Ein Dirham besteht aus 100 Centimes und hat derzeit einen Gegenwert von etwa 0,09 EUR. Natürlich ist auch in Marokko Währung kursabhängig. Trotzdem sind diese Schwankungen nicht so gravierend, dass sie beim Umtauschen wirklich ins Gewicht fallen.

Die Landeswährung ist in Münzen und Banknoten verfügbar. Mit den kleinen 10 und 20 Centimes Münzen hat man im Reisealltag jedoch selten zu tun. Viel wichtiger für den täglichen Bedarf sind die Münzen im Wert von einem halben, einem Ganzen, zwei, fünf und zehn Dirham. Banknoten haben einen Wert von 20, 25, 50, 100 und 200 Dirham.

Offizielle Währung in Marokko ist der Dirham

Die offizielle Währung in Marokko ist der Dirham

Wie kommt man in Marokko an Bargeld?

Wie bei jeder Fernreise sollte man sich auch vor einem Urlaub in Marrakesch rechtzeitig überlegen, wie man dort an Geld kommen möchte. Eine klassische Optionen fällt dabei zunächst aus, da in Marokko Währung (Dirham) nicht eingeführt werden darf. Für Touristen ist es aber kein Grund, wegen dieser Einschränkungen bezüglich der Einfuhr von Währung Marokko als Reiseland zu meiden. Um an marokkanisches Geld zu gelangen, gibt es nämlich zahlreiche andere Möglichkeiten.

Vor der Reise Geld in Deutschland tauschen und einführen

Nach marokkanischer Rechtsprechung ist es illegal, marokkanisches Geld nach Marokko einzuführen. Auch wenn dieses Gesetz vor allem auf Geschäftsreisende zielt, gilt es selbstverständlich ebenso für Touristen. Mir wollte allerdings bislang noch niemals ein Zollbeamter in mein Handgepäck oder sogar in mein Portemonnaie gucken.

Allerdings spricht nicht nur das Einfuhrverbot dagegen, schon zuhause Dirham zu tauschen, sondern vor allem der schlechte Wechselkurs sowie die zum Teil horrenden Umtauschgebühren, die von heimischen Banken verlangt werden.

Wer noch Kleingeld oder Banknoten vom letzten Urlaub in Marokko übrig hat, sollte diese einfach mitnehmen.

Meine Erfahrungen: Die Einfuhr kleiner Geldmengen ist zwar faktisch illegal, aber praktisch kein Problem. Aufgrund der ungünstigen Umtauschkurse würde ich allerdings nicht dazu raten, mehr als einen Notgroschen vorab zu tauschen.

Wechselstuben

Sowohl an allen marokkanischen Flughäfen als auch in jeder größeren Stadt gibt es Wechselstuben. Diese haben im Gegensatz zu den Banken wesentlich längere Öffnungszeiten und sind normalerweise an allen Wochentagen besetzt. Gegen eine Gebühr können dort auch Traveller Cheques eingetauscht werden.

Ganz ehrlich, ich bin kein Freund dieser Einrichtungen. Geld in Marokko in einer Wechselstube zu tauschen bedeutet nämlich vor allem, einen schlechteren Umtauschkurs in Kauf zu nehmen. Für das Wechseln fallen außerdem häufig zusätzliche Gebühren an.

Wechselstuben kommen eigentlich nur für Leute in Frage, die einerseits eher kleinere Beträge umtauschen wollen und die andererseits keine Kreditkarte besitzen, mit der sie kostenlos Geld abheben können. Wer für den letzten Reisetag noch ein bisschen Bargeld benötigt, ohne ein weiteres Mal die Bankgebühren einer eigenen Abhebung berappen zu wollen, kann sich jedoch auf diese Weise relativ mühelos mit Geld versorgen.

Wer Marokko Währung tauscht, sollte Geld wie diesen 100 DH Schein eher an einem Automaten abheben als dafür eine  Wechselstube aufzusuchen.

Wer Währung in Marokko tauscht, sollte Geld wie diesen 100 DH Schein eher an einem Automaten abheben als dafür eine  Wechselstube aufzusuchen.

Bei der Suche nach einer geeigneten Wechselstube sollte man deren Wechselkurse mit denen der Banken vergleichen. Außerdem ist es ratsam, die zusätzlichen Umtauschgebühren zu erfragen. Wer in einer Wechselstube Geld tauscht, sollte unbedingt die Belege aufheben. Denn genauso, wie kein marokkanisches Geld eingeführt werden darf, ist es auch verboten, aus Marokko Währung auszuführen. Wer sich an diese Vorgäbe halten und am Flughafen noch die verbliebenen Devisen zurücktauschen möchte, benötigt dafür deswegen unbedingt diese Umtauschbelege.

Auf der Straße wurde ich übrigens noch nie gefragt, ob ich Geld tauschen möchte. Allerdings preisen Händler in touristischen Städten häufig ihre Waren auch in Euro aus; mit einem Umtauschkurs von 1:10. Für die Käufer ist das nachteilig, denn dieser wesentlich schlechtere Wechselkurs erhöht die Preise automatisch.

Meine Erfahrung: Wechselstuben sind die zweitschlechteste Option, um in Marokko Währung zu tauschen. Wenn es nicht um Kleinbeträge für das Urlaubsende geht, würde ich immer mit einer Kreditkarte Geld abheben.

Maestro- oder EC-Karten (z.B. Karte der Sparkasse)

In so ziemlich allen Städten Marokkos gibt es mindestens eine Bank. Der Maximalbetrag, der dort täglich abgehoben werden kann, ist in der Regel auf 2000 Dh limitiert.

Früher war es problemlos möglich, an Geldautomaten dieser Banken mit Maestro-Karten Geld abzuheben. Das hat sich vor einigen Jahren allerdings geändert. So hat man zum Beispiel mit EC-Karten der Sparkassen inzwischen an den meisten Geldautomaten keinen Erfolg mehr. Auch V-PAY-Karten werden nicht mehr unterstützt. Dagegen wird die Maestro EC-Karte manchmal sogar in größeren Einkaufszentren akzeptiert.

Ein weiteres Problem sind die relativ hohen Gebühren für das Abheben. Sie unterscheiden sich je nach Bank und werden nicht nur anteilig berechnet, sondern haben häufig auch einen festen Sockelbetrag. So kann es passieren, dass auch das Abheben von 20 EUR mit Zusatzkosten von bis zu 5 EUR belastet wird.

Wer nur eine Maestro-Karte besitzt und damit Geld in Marokko abheben möchte, sollte daher versuchen, dies seltener zu tun und dafür jeweils mehr Geld abzurufen.

Meine Erfahrung: Ich habe früher einfach meine Sparkassen-Karte benutzt. Wenn ich in einer Gruppe unterwegs war, haben wir reihum größere Beträge abgehoben und aufgeteilt. Heute reise ich mit der kostenlosen DKB-Kreditkarte und kann gebührenfrei abheben. Deswegen gehe ich tendenziell öfter zum Geldautomaten, hole dort aber eher kleinere Beträge ab.

Kreditkarten

Kreditkarten (MasterCard und Visa) sind das zuverlässigste Mittel, um in Marokko wirklich überall Geld abheben zu können. Sie lassen sich in Marokko an jedem Geldautomaten verwenden. Kreditkarten bieten darüber hinaus aber auch noch ein paar mehr Möglichkeiten. Dazu gehört nicht nur das bargeldlose Bezahlen in großen Geschäften, Restaurants oder Hotels, sondern vor allem ihr Einsatz bei Online-Buchungen. Bei vielen Plattformen für günstige Flüge oder Hotels sind Kreditkarten häufig das einzige akzeptierte Zahlungsmittel. Auch mit dem Mietwagen kann es ohne Kreditkarte mitunter schwierig werden.

Bei den kostenlosen Kreditkarten von DKB oder comdirect fallen entweder keine Gebühren beim Abheben von Währung in Marokko an, oder aber diese können später unkompliziert erstattet werden. Das gilt allerdings nur für das Abheben von Bargeld. Wer seine Kreditkarte dagegen im Ausland verwendet, um damit in Geschäften, Restaurants oder Hotels zu bezahlen, sollte damit rechnen, dass für diese Transaktionen mitunter noch höhere Extrakosten als bei EC-Karten anfallen.

Bei Verlust oder Diebstahl der Kreditkarte (oder EC-Maestro-Karte) sollte man diese umgehend sperren lassen. Trage deshalb immer die Hotline deiner Kreditkartenfirma bei dir.

Meine Erfahrung: Mit einer kostenlosen Kreditkarte erspart man sich einerseits hohe Abhebegebühren, andererseits weiß man, dass man auf jeden Fall an jedem Automaten in Marokko Währung beziehen kann. Ich fühle mich wohl, wenn ich nicht zu viel Geld bei mir führe. Wegen der horrenden Gebühren beim bargeldlosen Bezahlen nutze ich meine Kreditkarte allerdings nur für Online-Buchungen und zum Geld abheben. Für den Fall, dass die Karte wegen Diebstahl oder Verlust gesperrt werden muss, habe ich die Hotline im Handy gespeichert.

Praktische Tipps: (Kein) Bargeld nach Ankunft am Flughafen holen

Nach der Landung des Flugzeugs in Marrakesch passiert man die Einreisekontrolle und steht schließlich zusammen mit seinem Aufgabegepäck im Ankunftsbereich. Es gibt dort eine Wechselstube und einen Geldautomaten. Beide kann man unschwer an den langen Schlangen frisch eingetroffener Fluggäste erkennen.

Wer Glück hat, besitzt noch 50 Dirham vom letzten Marokko-Urlaub und kann zielstrebig an den Warteschlangen vorbei zum Airport-Bus laufen. Wer kein marokkanisches Bargeld hat, jedoch seinen Aufenthalt in Marrakesch nicht in einer Warteschlange durchgeflogener Urlauber beginnen will, empfehle ich einen privaten Flughafentransfer ins Stadtzentrum. Dieser ist nicht so viel teurer als Shuttle-Bus oder Taxi, ist wesentlich schneller und erspart vermeidbaren Stress nach der Ankunft. Da solche Transfers vorab gebucht und bezahlt werden, ist so überhaupt kein Bargeld vonnöten, um in die Innenstadt zu gelangen. Auf dem Weg vom Bus zum Djemaa el Fna befinden sich mehrere unverfehlbare Banken mit zugänglichen Geldautomaten.

Vom Flughafen aus erst mal ohne Währung Marokko mit einem Minibus kennenlernen

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Meine Erfahrung: Wie bereits erwähnt, nimmt man einen schlechteren Kurs in Kauf, wenn man die Währung in Marokko in einer Wechselstube tauscht. Das gilt natürlich auf für den Flughafen. Ich bin froh, wenn ich nach dem Flug so schnell wie möglich in die Stadt gelange und nicht schon wieder irgendwo stehen muss. Deswegen lasse ich mich lieber vom Flughafen abholen und erledige den Rest später.

Kleingeld, Währung, Marokko und Reisekassen-App für unterwegs

Weil in Marokko Währung vor allem in kleineren Einheiten knapp ist, sollte man immer versuchen, möglichst viel Kleingeld zurückzuhalten. Seit Jahr und Tag scheint diesbezüglich ein chronischer Mangel zu herrschen. Man tut also gut daran, immer genügend kleine Scheine im Portemonaie zu haben.

Meine wichtigste Regel für den Umgang mit Bargeld in Marokko ist eiserne Disziplin beim Zurückhalten von Kleingeld (5 DH, 10 DH, 20 DH). Denn mit einen 200 DH Schein kann man in Marokko bei weitem nicht überall bezahlen.

Wer sich abseits von Städten bewegt, und zum Beispiel eine Trekkingtour im Hohen Atlas unternimmt, sollte vorher seine Bargeldreserven mit genügend (Klein)-Geld auffüllen. Erstens gibt es in winzigen Siedlungen oder Dörfern häufig keine Geldautomaten. Und zweitens kann es etwas peinlich werden, wenn man zum Beispiel unterwegs ein Trinkgeld geben möchte und verlangt, dass auf einen 200 DH Schein rausgegeben wird.

App-Empfehlung: Wer in einer Gruppe reist und überlegt, wie man gemeinsame Ausgaben am bequemsten verrechnet, sollte die kostenlose App TravelMate ausprobieren.

Zusammenfassung

Die offizielle Währung in Marokko ist der Dirham, der einem Gegenwert von derzeit 0,09 Euro entspricht. Da keine marokkanische Währung eingeführt werden darf, ist davon abzuraten, bereits zuhause Geld zu tauschen. Stattdessen sollte man Geld an einem Automaten vor Ort holen. Hierfür ist eine kostenlose Kreditkarte, mit der man gebührenfrei abheben kann, die empfehlenswerteste Lösung. Weil in Marokko Währung vor allem in kleineren Größenordnungen knapp ist, sollte man immer versuchen, möglichst viel Kleingeld zurückzuhalten. Man wird es brauchen, versprochen.

(alle Foto: Riads Marrakesch) 

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