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Shopping: Marokkanische Keramik im Laden meines Vertrauens

Marrakesch ist ein Wallfahrtsort für Shopping-Opfer und über die Landesgrenzen für das unermesslich große Warenangebot in den Souks der Medina berühmt — wer hier sucht, wird fündig. Wer auf der Suche nach marokkanischer Keramik ist und nicht lange stöbern will, geht kurzerhand in meinen Lieblingstöpferladen. Ein Geheimtipp.

Kunstvoll bemalte Schalen, Teller, Aschen- und Eierbecher, Schatullen, Krüge, Tassen und Tagines füllen die Regale und den Boden des relativ großen Keramikladens in der Zitoun Lakdim, der seit jeher eine gute Adresse für marokkanische Töpferwaren ist. Die werden zwar zum großen Teil in der für ihre Keramikprodukte bekannten Stadt Safi produziert, aber den weiten Weg muss man nicht auf sich nehmen, denn in dem Geschäft in der südlichen Medina wird eine großzügige Auswahl präsentiert.

keramik marrakesch

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Orientierungshilfe: Navigation mit dem Smartphone und der App OsmAnd

Als Neuling kann es schon mal vorkommen, dass man sich in der Medina von Marrakesch verläuft und auf fremde Hilfe angewiesen ist, um zurück zum Djemaa el Fna zu finden. Heute genügt ein flüchtiger Blick auf das Smartphone, das mit der App OsmAnd in ein Navigationsgerät verwandelt wird, um zu wissen, wo man sich gerade befindet.

Um sich in den verwinkelten Gassen der Medina von Marrakesch orientierungssicher bewegen zu können, muss man erstmal ein gewissen Ortsverständnis entwickeln und lernen, die eigene Position mit Hilfe bekannter Gebäude oder der sichtbaren Minarette zu bestimmen. Mit einem Navigationsgerät oder der richtigen App auf dem Smartphone finden aber auch Ortsunkundige schnell ihren Weg und können sich zu angepeilten Zielen führen lassen. In diesem Artikel wird die kostenlose App OsmAnd vorgestellt.

osmand navigation app

OsmAnd ist eine Karten- und Navigationsapp, die auf dem kostenlosen, aber qualitativ hochwertigen Kartenmaterial von OpenStreetMap (OSM) basiert und auch offline funktioniert. In der kostenfreien Grundversion der App können bis zu sieben verschiedene Karten auf das Tablet oder das Smartphone geladen werden.

1001 Einstellmöglichkeiten der Navigationsapp OsmAnd

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Gefährlich? Wie sicher ist eine Reise nach Marrakesch?

Wie gefährlich ist es, in Marrakesch Urlaub zu machen? Auf diese in den vergangenen Jahren immer wieder gestellte Frage gibt es leider keine eindeutige Antwort, dafür aber ein paar gute Erfahrungen, um mit einigen Sorgen aufzuräumen.

Anfang Januar fragte die Süddeutsche Zeitung, in welches islamische Land man noch unbesorgt reisen könne, und lieferte die Antwort gleich mit: „In ganz Nordafrika gibt es zurzeit nur ein Land, das man normal bereisen kann: Marokko. König Mohammed VI. fährt hier einen klugen Kurs zwischen politischen Reformen und sozialen Verbesserungen. Der Regierungschef gehört dem gemäßigten politischen Islam an, Frauen wurden gesetzlich gleichberechtigt. Natürlich gibt es auch hier ein allgemeines Anschlagsrisiko, aber es ist wohl nicht höher als in Berlin oder London. Das Auswärtige Amt attestiert dem Land eine „gute touristische und sicherheitspolitische Infrastruktur“.“

Marrakesch ist bei Touristen beliebter denn je

Angesichts der momentanen politischen Situation in Syrien und dem Irak, den Anschlägen von Paris oder den Ereignissen der Kölner Silvesternacht sind die Themen Terrorismus, Kriminalität und Sicherheit irgendwie präsent, wenn es darum geht, ein islamisches Land zu bereisen. Schließlich fährt niemand mit dem Vorsatz in den Urlaub, dort Opfer eines Terroranschlags oder einer Entführung zu werden. Viele solcher Sorgen sind übertrieben und zeichnen ein verzerrtes Bild dieser Länder, andere sind nicht von der Hand zu weisen. Marokko gilt als sehr stabil und profitiert von der Unsicherheit in anderen Maghrebstaaten wie Tunesien und Ägypten, daher verwundert es kaum, dass sie die Zahl deutscher Urlauber dort von 2012 bis 2014 mehr als verdoppeln konnte. Im vergangenen Jahr erhöhte sich diese Zahl um weitere 10 Prozent.

djemaa el fna marrakesch

Wenn es Abend wird auf dem Djemaa el Fna in Marrakesch

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Barrierefreies Reisen: Marrakesch für Rollstuhlfahrer

Marokko ist als Reiseland leider alles andere als behindertengerecht: Hohe Bordsteinkanten, viele Schlaglöcher und kaum vorhandene Lifte oder Rampen machen es Rollstuhlfahrern nicht gerade einfach. Wer Marrakesch trotzdem mit dem Rollstuhl entdecken möchte, braucht dafür Humor, Abenteuerlust und gute Vorbereitung.

Glücklicherweise sind Marokkaner gegenüber behinderten Menschen sehr hilfsbereit und bieten oft ungefragt ihre Unterstützung an, ohne wie sonst häufig dabei an ein kleines Trinkgeld zu denken, denn sonst wäre das Reisen mit dem Rollstuhl in Marokko wirklich kein Vergnügen. Was es dort nicht oder selten gibt sind Rampen und Lifte, akustische Signalanlagen im Straßenverkehr, in Blindenschrift verfasste Hinweise in öffentlichen Einrichtungen oder Busse, die ihren Einstieg absenken können. Was es dafür manchmal gibt sind offene Kanaldeckel, hohe Bordsteinkanten und viele Schlaglöcher — Hürden, aber keine Hindernisse, die man mit einer helfenden Begleitperson nicht überwinden könnte.

rollstuhl in marrakesch, marokko, auf dem Djemaa el Fna Rollstuhlfahrerin auf dem Djemaa el Fna
(Foto: Riad Marrakesch, 2014)

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Gayfriendly: Marrakesch für Schwule und Lesben

Als schwules Paar in ein islamisches Land fahren und dort gemeinsam den Zauber von 1001 Nacht erleben? Das klingt waghalsiger als es in Wirklichkeit ist. Auch wenn Clubs und Hotels nicht offen mit „gay“ oder „gayfriendly“ werben, hat Marrakesch der einst internationalen Zone Tanger den Status als Pink City abgelaufen.

gay-marrakesch.jpg

Vorneweg: Nach geltendem marokkanischen Recht sind homosexuelle Handlungen verboten und werden verhältnismäßig schwer bestraft; so wurden 2013 in der Nähe von Rabat zwei junge Marokkaner zu Gefängnisstrafen von jeweils vier Monaten wegen homosexueller Kontakte verurteilt. Die religiös geprägte, patriarchale marokkanische Gesellschaft ist wertkonservativ und dementsprechend homophob, trotzdem wird Homosexualität weitestgehend toleriert, solange sie diskret ausgelebt wird. Im scheinbaren Widerspruch zu diesem Verbot stehen die vielen Männer, die Hand in Hand durch Parks oder die Medina spazieren. Sie sind nicht schwul, sondern treten (nur) auf traditionelle Art mit ihren Freunden in Verbindung. Read more

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