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Museum Dar Si Said

Das Dar Si Said gehört zu den meistbesuchten volkskundlichen Museen von Marrakesch. Die Ausstellung residiert in einem ehemaligen Palast und vereint Kunsthandwerk und islamische Architektur.

Das volkskundliche Museum Dar Si Said befindet sich in einem Palais in der südlichen Medina. Es liegt ganz in der Nähe zum Maison Tiskiwin. Das großzügig bemessene Stadthaus gehörte früher dem jüngeren Bruder des damaligen Großwesirs Bou Ahmed. Es wurde 1932 während des französischen Protektorats in ein Museum umgewandelt und 1978/80 sowie 2008 saniert. Auch gegenwärtig (2017) finden dort kleinere Renovierungsarbeiten statt.

Museum Dar Si Said Marrakesch

Zu den Highlights des Dar Si Said gehört ein über 1000 Jahre altes, andalusisches Brunnenbecken

Das zweistöckige Palais wurde im späten 19. Jahrhundert erbaut. Zwar erinnert seine Architektur in vielfacher Hinsicht an den Bahia Palast, doch ist das Dar Si Said natürlich sehr viel kleiner als das berühmte alawidische Baukunstwerk.
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MMP: Mourir Fatmi “Darkening Process”

Die aktuelle Ausstellung Darkening Process im MMP zeigt Fotos, Videos und Soundinstallationen des zeitgenössischen marokkanischen Künstlers Mounir Fatmi.

Der Künstler Mounir Fatmi wurde 1970 in Tanger geboren, studierte in Rom und Casablanca und lebt heute in Paris. Seit dem 30. Januar kann man im Rahmen der Ausstellung Darkening Process im Marrakech Museum for Photography and Visual Arts (MMP) Fotoserien, Videos, Soundinstallationen und Archivmaterial des Wahlfranzosen entdecken.

MMP Mounir Fatmi

Foto: Mounir Fatmi & Goodman Gallery, Johannesburg

Zu sehen gibt es Arbeiten aus den Projekten The Journey into Shame, The Blinding Light and Who is Joseph Anton?. Darin verarbeitete Mounir Fatmi unter anderem Referenzen an den US-amerikanischen Schriftsteller John Howard Griffin, der für sein rassismuskritisches Buch Black Like Me (1961) berühmt geworden ist, an den britischen Autoren Salman Rushdie und an den florentinischen Maler Fra Angelico.

Barrierefreies Reisen: Marrakesch für Rollstuhlfahrer

Marokko ist als Reiseland leider alles andere als behindertengerecht: Hohe Bordsteinkanten, viele Schlaglöcher und kaum vorhandene Lifte oder Rampen machen es Rollstuhlfahrern nicht gerade einfach. Wer Marrakesch trotzdem mit dem Rollstuhl entdecken möchte, braucht dafür Humor, Abenteuerlust und gute Vorbereitung.

Glücklicherweise sind Marokkaner gegenüber behinderten Menschen sehr hilfsbereit und bieten oft ungefragt ihre Unterstützung an, ohne wie sonst häufig dabei an ein kleines Trinkgeld zu denken, denn sonst wäre das Reisen mit dem Rollstuhl in Marokko wirklich kein Vergnügen. Was es dort nicht oder selten gibt sind Rampen und Lifte, akustische Signalanlagen im Straßenverkehr, in Blindenschrift verfasste Hinweise in öffentlichen Einrichtungen oder Busse, die ihren Einstieg absenken können. Was es dafür manchmal gibt sind offene Kanaldeckel, hohe Bordsteinkanten und viele Schlaglöcher — Hürden, aber keine Hindernisse, die man mit einer helfenden Begleitperson nicht überwinden könnte.

rollstuhl in marrakesch, marokko, auf dem Djemaa el Fna Rollstuhlfahrerin auf dem Djemaa el Fna
(Foto: Riad Marrakesch, 2014)

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Fotografiemuseum MMP mit Oscar für Museen ausgezeichnet

Das Fotografiemuseum MMP wird in diesem Jahr mit dem LCD-Award ausgezeichnet, den “Oscar für Museen” gibt es in der Kategorie für die besten jungen Kulturorte.

Seit zwei Jahren gibt es das MMP (Marrakech Museum for Photography and Visual Arts) in Marrakesch. Mit dessen Gründung wurde 2013 mit der Etablierung eines der größten Fotografiemuseen der Welt begonnen. Das MMP wird 2016 in einen architektonisch ambitioniert gestalteten Ort umziehen. Bis zur geplanten Eröffnung des kubischen Gebäudes, in dem marokkanische Bautradition mit moderner Architektur verbunden wurde, sitzt das MMP in einem Gebäude auf dem Gelände des Palasts El Badi. Ab 2016 sollen die Ausstellungen im neuen Domizil zu bewundern sein.

museum marrakesch mmp lcd award

Mit dem LCD-Award (Leading Culture Destinations) werden seit 2014 nichtkommerzielle kulturelle Innovationen ausgezeichnet und die lebendige Vitalität von Museen gewürdigt, die heute nicht mehr nur Kunst- und Bildungserfahrungen ermöglichen, sondern sich immer stärker zu sozialen Knotenpunkten entwickeln, an denen Besucher Zeit verbringen, essen, einkaufen, arbeiten und sogar schlafen können.

Schlafen kann man im MMP bislang noch nicht, doch wer sich für außergewöhnliche Fotografie interessiert, wird in dem jungen Museumsprojekt ein ausgezeichnet kuratiertes Ausstellungsprogramm vorfinden, das man auf keinen Fall verpassen sollte. Die Preisverleihung des LCD-Awards findet am 9. Oktober in London statt.

  • Dauer: 01.11. — 31.12.
  • Öffnungszeiten: 09 — 17 Uhr
  • Eintritt: 10 DH
  • Standort: Google Maps
  • Internet: MMP