Routenvorschläge für eine 7-Tage-Rundreise durch Marokko
Der Flug ist gebucht, und du hast 7 Tage Zeit für eine Rundreise in Marokko. Aber welche Region lohnt sich wirklich? Wenn du Inspiration für deine Route suchst, bist du hier genau richtig.
Auf der Karte wirkt Marokko zunächst überschaubar, aber das ist es nicht. Viele schätzen die Entfernungen gern falsch ein, die Fahrzeiten sowieso. Genau hier liegt der Knackpunkt, denn eine 7-tägige Rundtour reicht bei Weitem nicht aus, um ganz Marokko zu sehen.
Ich habe schon viele Reisende erlebt, die versucht haben, so viele Highlights wie möglich in diese sieben Tage zu quetschen. Das Ende vom Lied? Sie verlassen Marokko gestresst und erschöpft, waren an vielen Orten, haben aber am Ende gar nicht wirklich so viel erlebt.
Inhalt
Damit dir das nicht passiert, habe ich verschiedene Rundreise-Routen in Marokko für 7 Tage zusammengestellt. Diese sind mit normalen Fahrzeiten und ohne tägliches Kofferpacken möglich. Besuche also lieber weniger Orte, aber nimm dir für diese mehr Zeit. Die Routen sind bewusst flexibel gehalten. Wenn dir also zum Beispiel ein Tag Stadtbummel in Marrakesch ausreicht, musst du dort nicht drei Tage lang Paläste und Monumentalbauten abklappern, sondern kannst stattdessen mehr Zeit am Meer verbringen oder einen Tagesausflug ins Atlasgebirge unternehmen. Nutze meine Vorschläge als Gerüst und Inspirationsquelle, nicht als festen Plan.
Ob du dich am Ende für Marrakesch und Umgebung, den Süden oder eine Reise durch Marokkos Norden mit seinen Königsstädten entscheidest, hängt in erster Linie von deinen Interessen, deiner Reisezeit und deinen Flugverbindungen ab, sofern du diese bereits gebucht hast. Nutze die folgende Karte, um die Reiserouten zu verorten und sie ein- und auszublenden.
Ein wichtiger Hinweis zur Fortbewegung in Marokko
Die meisten Strecken lassen sich gut ohne Mietwagen zurücklegen. Das Busnetz funktioniert dank der Betreiber CTM und Supratours zuverlässig. Die Bahn verbindet die großen Städte im Norden, und Grand Taxis schließen Lücken auf kürzeren Strecken.
Eine Ausnahme bildet Route 2, die von Marrakesch aus in die Wüste nach Merzouga führt. In sieben Tagen ist dieser Plan aufgrund seiner Länge von 1155 km mit öffentlichen Verkehrsmitteln kaum umsetzbar. Sofern du kein Auto mieten möchtest, aber trotzdem in die Sahara willst, ist eine organisierte Mehrtagestour ab Marrakesch oder Fès die praktikabelste Lösung. Alternativ lohnt es sich, den Aufenthalt in Marokko um ein paar Tage zu verlängern und die Strecke mit dem Bus und dem Grand Taxi zurückzulegen.
Tipps zur Buchung von Übernachtungen
Unterkünfte in Marokko lassen sich problemlos vorab online buchen. Bei den einzelnen Routen habe ich dort, wo es passt, persönliche Empfehlungen für Hotels und Sehenswürdigkeiten ergänzt.
Spontanes Suchen nach Unterkünften vor Ort funktioniert besonders gut, wenn du mit einem Mietwagen oder außerhalb der Hauptreisezeiten unterwegs bist. In Städten wie Marrakesch, Essaouira, Fès oder Chefchaouen kann es jedoch schnell mühsam werden. Dies gilt besonders bei späterer Ankunft oder während der Ferien. In solchen Fällen spart eine Reservierung Zeit und Nerven. Sie stellt außerdem sicher, dass du am Tag deiner Ankunft ein sicheres Quartier hast, anstatt mit Gepäck durch die Gassen einer Medina auf der Suche nach einer Unterkunft zu irren.

7-Tage-Rundreisen mit Startpunkt Marrakesch
Marrakesch ist für viele der Inbegriff Marokkos und ein intensiver Einstieg in die Kultur, den Alltag und die Geschichte des Königreichs. Die Medina ist dicht, laut und lebendig, mit Souks, Innenhöfen und Riads auf engstem Raum. Für Erstbesucher lohnt es sich, möglichst zentral zu wohnen und einen Flughafentransfer vorab zu buchen, um stressfrei anzukommen.
Marrakesch eignet sich gut als Ausgangspunkt für Ausflüge ins Atlasgebirge oder für mehrtägige Touren Richtung Süden. Wichtig ist, das Programm mit den Sehenswürdigkeiten nicht zu dicht zu takten und zwischendurch Pausen einzuplanen. So bleibt der Besuch dieser Stadt in bester Erinnerung und überfordert nicht.


Ausflüge und Sehenswürdigkeiten in Marrakesch:
- Ausflüge rund um Marrakesch
- Sehenswürdigkeiten in Marrakesch
- Vom Flughafen Marrakesch in die Innenstadt
Unterkünfte in Marrakesch:
- Die 10 schönsten Riads in Marrakesch
- Familienfreundliche Riads in Marrakesch
- 5-Sterne-Hotels in Marrakesch
Route 1: Marrakesch – Essaouira – Marrakesch (355 km)
Diese 7-Tage-Rundtour eignet sich besonders gut für die erste Reise nach Marokko. Mit nur einer Woche Zeit lässt sie sich gut bewältigen und fühlt sich dabei nicht gehetzt an. Du startest in Marrakesch, verbringst dort mehrere Tage und wechselst anschließend ans Meer, bevor es zurück zum Flughafen geht.

In Marrakesch lohnt es sich, langsam anzukommen. Ein Bummel durch die Souks, ein Besuch der Medersa Ben Youssef oder einfach ein Minztee auf einer Dachterrasse vermittelt schnell ein Gefühl für den Rhythmus der Stadt. Vieles passiert nebenbei, ohne festen Plan, und genau das macht den Aufenthalt angenehm.
Nach zwei oder drei Tagen bietet sich ein Kontrastprogramm an. Ein Tagesausflug ins Atlasgebirge, etwa nach Imlil, bietet Abkühlung und Weite. Die Berge liegen näher an Marrakesch als viele erwarten und lassen sich problemlos als kurze Auszeit in die Reisepläne integrieren.
Anschließend geht es weiter nach Essaouira. Die Stadt ist überschaubar, ruhig und am besten zu Fuß zu erkunden. Am Hafen wird der Fisch direkt vom Boot verkauft, in der Medina wechseln sich kleine Läden und Cafés ab, und entlang der Skala weht fast immer eine frische Brise. Auch ein Spaziergang durch das ehemalige jüdische Viertel oder ein Surfkurs passen gut zu diesem Teil der Reise. Nach ein paar Tagen kehrst du entspannt nach Marrakesch zurück, mit genug Zeit für die letzten Besorgungen vor der Heimreise.
Empfehlungen:
- Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Essaouira
- Die schönsten Riads in Essaouira
- Wie man von Marrakesch nach Essaouira und retour kommt



| Tag 1 | Ankunft Marrakesch |
| Tag 2 | Marrakesch |
| Tag 3 | Marrakesch/Tagesausflug |
| Tag 4 | Essaouira |
| Tag 5 | Essaouira |
| Tag 6 | Essaouira |
| Tag 7 | Marrakesch |
Route 2: Marrakesch – Ait Ben Haddou – Tinghir – Merzouga – Ouarzazate – Marrakesch (1145 km)
Diese Route erfordert deutlich mehr Einsatz und ist für sieben Tage wirklich straff geplant. Die Fahrzeiten sind lang, aber die Landschaft ist unglaublich vielseitig und die Fahrt über das Atlasgebirge wird dir in Erinnerung bleiben. Wenn du dich für diese 7-Tage-Rundreise entscheidest, solltest du allerdings wissen, auf welche Art von Fahrerei du dich einlässt.

Der Grund, diese Route trotzdem zu wählen, liegt auf der Hand. Viele Marokko-Urlauber möchten die Sahara nicht nur aus Fotos kennen, sondern auch einmal selbst im Sand gestanden haben. Für dieses Ziel nimmt man gerne die zusätzlichen Kilometer in Kauf, auch wenn der Zeitplan eng gestrickt ist.
Diese Route führt über Aït Ben Haddou und Ouarzazate in den Süden, weiter durch das Dadès- und das Todra-Tal bis nach Merzouga. Gerade dieser Teil lebt von den Landschaftswechseln, weniger von langen Aufenthalten an einem Ort. Vieles sieht man vom Auto aus bei kurzen Zwischenstopps.
Realistisch umsetzbar ist diese Route in einer Woche nur mit einem Mietwagen oder als organisierte Mehrtagestour. Mit Bussen oder Grand Taxis geht leider zu viel Zeit verloren, vor allem auf den Etappen in Richtung Wüste. Wenn du diese Route wählst, solltest du sie als intensives Reiseprojekt verstehen, nicht als entspannte Rundfahrt.
Empfehlungen:



| Tag 1 | Ankunft Marrakesch |
| Tag 2 | Marrakesch |
| Tag 3 | Tinghir |
| Tag 4 | Merzouga |
| Tag 5 | Merzouga |
| Tag 6 | Ouarzazate |
| Tag 7 | Marrakesch |
7-Tage-Rundreisen mit Startpunkt Agadir
Agadir ist ein guter Startpunkt für eine erste Marokko-Reise, wenn du es ruhig angehen lassen möchtest. Die Stadt ist modern, übersichtlich aufgebaut und stark auf den Strandurlaub ausgerichtet. Entlang der langen Promenade reihen sich Hotels, Cafés und Restaurants ein. Vieles funktioniert ähnlich wie in südeuropäischen Urlaubsorten. Das macht die Ankunft unkompliziert, besonders nach einem langen Flug.
Von Agadir aus lassen sich gut Ausflüge ins Umland unternehmen, etwa ins Paradise Valley oder zu den Surfstränden rund um Taghazout. Auch als Basis für eine spätere Weiterreise Richtung Marrakesch oder in den Antiatlas eignet sich die Stadt gut.
Empfehlungen:



Route 3: Agadir – Essaouira – Marrakesch (598 km)
Diese Route passt gut, wenn man die 7-Tage-Rundreise durch Marokko am Atlantik beginnen möchte und zwischendurch Lust auf Stadtleben hat. Ausgangspunkt ist Agadir, eine moderne Stadt mit langem Sandstrand und vielen Unterkünften direkt am Meer. Wer baden oder einfach ein paar Tage ohne großes Programm verbringen möchte, ist hier richtig.

Nach dem Start geht es weiter Richtung Norden nach Essaouira. Die portugiesisch geprägte Hafenstadt wirkt deutlich kompakter und ruhiger als Agadir. In der Medina geht es übersichtlich zu. Am Hafen wird der Fang des Tages verkauft, und entlang der Stadtmauer sitzt man oft einfach nur und schaut aufs Wasser. Essaouira lässt sich gut zu Fuß erkunden und das gemächliche Tempo der Stadt ist super, um sich an Marokko zu gewöhnen.
Für Abwechslung sorgt anschließend der Abstecher ins Landesinnere nach Marrakesch. Der Wechsel wird sofort spürbar. Statt Meeresluft prägen hier enge Gassen, Märkte und Innenhöfe den Alltag. Ein paar Tage reichen aus, um die Stadt kennenzulernen, ohne sich dabei zu verlieren. Danach geht es mit dem Bus oder dem Mietwagen zurück nach Agadir. Die Etappen bleiben überschaubar, und es ist noch Zeit genug, um baden zu gehen.


| Tag 1 | Ankunft Agadir |
| Tag 2 | Agadir |
| Tag 5 | Essaouira |
| Tag 6 | Essaouira |
| Tag 3 | Marrakesch |
| Tag 4 | Marrakesch |
| Tag 7 | Agadir |
Route 4: Agadir – Mirleft – Tafraoute – Agadir (431 km)
Diese 7-Tage-Rundreise richtet sich an alle, die den Süden Marokkos abseits der großen Städte erleben möchten. Nach der Ankunft in Agadir führt die Strecke zunächst entlang der Küste nach Mirleft. Dieser Ort ist sehr überschaubar und deutlich weniger frequentiert als andere Badeorte Marokkos. Viele kommen wegen der Strände und bleiben dann wegen der außerordentlich entspannten Atmosphäre.

Ein Abstecher zum Legzira-Strand gehört hier fast automatisch dazu. Die Küste wirkt rauer und offener, und selbst bei gutem Wetter ist man oft lange allein unterwegs. Danach verlässt die Route das Meer und führt ins Landesinnere nach Tafraoute.
Tafraoute liegt auf einem Hochplateau im Anti-Atlas. Die Umgebung zeichnet sich durch Granitfelsen, kleine Dörfer und Palmenhaine aus. Die Wege sind kurvig, die Landschaft wechselt ständig. Wer mag, unternimmt kurze Wanderungen oder fährt zu den bekannten „Blauen Steinen“, die etwas außerhalb des Ortes liegen. Anschließend geht es zurück nach Agadir. Diese Route lebt vom Kontrast zwischen Küste und Bergen. Sie funktioniert mit Mietwagen ebenso wie mit Bussen oder Grand Taxis.


| Tag 1 | Ankunft Marrakesch |
| Tag 2 | Agadir |
| Tag 3 | Mirleft |
| Tag 4 | Mirleft |
| Tag 5 | Tafraoute |
| Tag 6 | Tafraoute |
| Tag 7 | Agadir |
7-Tage-Rundreisen mit Startpunkt Casablanca
Casablanca eignet sich als Startpunkt für eine 7-Tage-Rundreise in Marokko, wenn du hierher einen günstigen Flug ergattern kannst. Die Stadt ist die wirtschaftliche Metropole Marokkos und deutlich moderner als viele andere Orte. Breite Boulevards, Bahnverbindungen und ein internationaler Flughafen erleichtern die Weiterreise.
Sehenswert ist vor allem die Hassan-II.-Moschee direkt am Meer, die als einziges islamisches Gotteshaus Marokkos auch von Nichtmuslimen betreten werden darf. Die Stadt zeichnet sich darüber hinaus durch große Wohnviertel, Geschäftsstraßen und die Corniche aus. Relevante Sehenswürdigkeiten sind rar. Deswegen ist Casablanca nicht unbedingt für einen längeren Aufenthalt prädestiniert. Trotzdem ist die Stadt eine gute logistische Drehscheibe, denn von ihr aus braucht man nicht lange, um nach Rabat, Fès, Marrakesch oder an die Atlantikküste zu gelangen.


Route 5: Casablanca – El Jadida – Essaouira – Marrakesch – Casablanca (785 km)
Diese 7-Tage-Rundtour eignet sich gut, wenn man in Casablanca landet und die Atlantikküste erkunden möchte. Von der Großstadt aus geht es zunächst nach El Jadida. Diese Stadt ist überschaubar und gehört zum UNESCO-Welterbe. Der Besuch der alten Festungsanlage mit der Zisterne lässt sich gut in einen halben Tag einplanen.

Anschließend folgt die Fahrt entlang der Atlantikküste nach Essaouira. Hier lohnt es sich, ein paar Tage zu bleiben. Die Stadt bietet genug Abwechslung, ohne anstrengend zu sein, und ist ein guter Ort, um zwischen den Etappen zur Ruhe zu kommen.
Danach führt die Route ins Landesinnere nach Marrakesch. Der Wechsel von der Küste in die Stadt ist deutlich spürbar. Märkte, Innenhöfe und das dichte Straßenleben stehen im Kontrast zu den vorherigen Tagen am Meer. Zum Abschluss geht es über die Autobahn zurück nach Casablanca. Wer noch Zeit hat, kann dort die Hassan-II.-Moschee besuchen, bevor die Reise endet. Die Fahrzeiten bleiben moderat, sodass sich diese Rundreise gut in sieben Tagen umsetzen lässt.


| Tag 1 | Ankunft Casablanca |
| Tag 2 | El Jadida |
| Tag 3 | Essaouira |
| Tag 4 | Essaouira |
| Tag 5 | Marrakesch |
| Tag 6 | Marrakesch |
| Tag 7 | Casablanca |
Route 6: Casablanca – Meknès – Fès – Rabat – Casablanca (610 km)
Auf dieser 7-Tage-Rundreise lernt man den Norden Marokkos besser kennen. Die Route hat eine deutliche kulturelle Ausrichtung. Mit Meknès, Fès und Rabat liegen gleich drei der vier marokkanischen Königsstädte auf der Strecke. Start- und Endpunkt ist Casablanca. Von dort geht es zunächst ins Landesinnere nach Meknès. Diese Stadt ist kompakter als Fès oder Marrakesch und lässt sich gut an einem bis zwei Tagen erkunden. Das Stadttor Bab Mansour, die königlichen Speicher und die weitläufigen Plätze vermitteln einen lebhaften Eindruck vom historischen Zentrum.

Anschließend führt die Strecke weiter nach Fès. Für viele ist dies der inhaltliche Schwerpunkt der Reise. Die Medina von Fès ist zugleich weitläufig und dicht. Doch die Orientierung fällt nicht immer leicht. Ein geführter Rundgang mit einem Guide kann hier wirklich von Nutzen sein. Wenn du die notwendige Zeit mitbringst, solltest du zwei bis drei Nächte in Fès verbringen.
Von Fès geht es zurück in Richtung Küste, in die heutige Hauptstadt Rabat. Die Stadt wirkt aufgeräumter und ruhiger als viele andere Stationen der Route. Ein Spaziergang an der Kasbah des Oudaïas oder entlang der Promenade bietet einen angenehmen Abschluss, bevor es zurück nach Casablanca geht. Diese Rundreise lebt von historischen Städten und kurzen Etappen und kommt ohne lange Fahrzeiten aus.
Empfehlungen:



| Tag 1 | Ankunft Casablanca |
| Tag 2 | Meknès |
| Tag 3 | Fès |
| Tag 4 | Fès |
| Tag 5 | Fès |
| Tag 6 | Rabat |
| Tag 7 | Casablanca |
Route 7: Casablanca – Fès – Chefchaouen – Tanger – Casablanca (960 km)
Auch diese Route beginnt in Casablanca, führt jedoch weiter in Richtung Nordosten. Die erste wichtige Station der Reise ist Fès. Die älteste der vier Königsstädte ist berüchtigt für ihr Labyrinth aus über 9.000 Gassen. Deswegen verliert man in der Medina ohne Guide schnell die Orientierung. Hier hat sich in den letzten Jahrhunderten gar nicht so viel verändert und von den beißenden Gerüchen des Gerberviertels bis zum hämmernden Rhythmus der Kupferschmiede im Souk Seffarine fühlt sich der Aufenthalt wie eine Zeitreise an. Ein kurzer Stopp an der Al-Quaraouiyine-Bibliothek lohnt sich, um die Architektur der ältesten Universität der Welt zu besichtigen.

Von der Enge in Fès geht es in die kühlen Ausläufer des Rif-Gebirges nach Chefchaouen. Die „blaue“ Stadt ist bekannt für ihre getünchten Häuser. In Chefchaouen gibt es wenig „Abzuhaken“. Die Zeit verbringt man eher damit, durch die blauen Gassen zu stromern oder am Abend auf den Marktplatz zu schauen. Zwei Nächte sind ideal, um auch einen kurzen Abstecher in die umliegende Natur zu unternehmen.
Den Abschluss bildet Tanger an der Straße von Gibraltar. Die Stadt hat eine völlig andere Energie als das übrige Marokko. Sie ist rauer, internationaler und geprägt von einer Mischung aus marokkanischem Alltag und verblasster Art-déco-Pracht. Wer genug von den Gassen hat, fährt zum Cap Spartel, wo der Atlantik auf das Mittelmeer trifft. Die Rückreise nach Casablanca erfolgt schließlich zügig entweder auf der Autobahn oder mit dem Schnellzug.
Empfehlungen:


| Tag 1 | Ankunft Casablanca |
| Tag 2 | Fès |
| Tag 3 | Fès |
| Tag 4 | Chefchaouen |
| Tag 5 | Tanger |
| Tag 6 | Tanger |
| Tag 7 | Casablanca |
7-Tage-Rundreise mit Startpunkt Nador
Nador ist eine eher unauffällige und relativ abgelegene Stadt im Nordosten Marokkos. Sie liegt an der Mittelmeerküste, an der Lagune Mar Chica, und wird vor allem von Einheimischen besucht. Abends trifft man sich auf der Corniche, tagsüber prägen Märkte und Alltagsleben das Stadtbild. Für Reisende ist es wichtig zu wissen, dass Nador so gut wie keine klassischen Sehenswürdigkeiten bietet. Der Reiz liegt in der Umgebung. Ruhige Strände, das Rif-Gebirge und Ausflüge zum Al Hoceïma-Nationalpark oder nach Chefchaouen machen die Gegend zu einem Geheimtipp abseits der Touristenhochburgen.
Route 8: Nador – Al Hoceïma – Tétouan – Chefchaouen (800 km)
Diese 7-Tage-Rundreise richtet sich nicht primär an Neulinge, sondern an Reisende, die bewusst abseits der bekannten Klassiker unterwegs sein möchten. Startpunkt ist der Flughafen Nador, der deutlich weniger frequentiert ist als die großen Flughäfen im Süden Marokkos. Von hier aus eröffnet sich der Zugang zur Mittelmeerküste und zum Rif-Gebirge.

Die Strecke führt zunächst Richtung Al Hoceïma. Der dazugehörige Nationalpark zeichnet sich durch bewaldete Hügel mit felsigen Buchten aus. Viele Abschnitte sind kaum erschlossen. Kurze Wanderungen oder Stopps an abgelegenen Stränden lassen sich gut einbauen, sofern man mit einem Mietwagen unterwegs ist.
Weiter geht es nach Tétouan. Die Medina unterscheidet sich deutlich von denen im Landesinneren, sowohl im Aufbau als auch im Baustil. Ein Rundgang durch die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörenden Altstadt gibt einen guten Einblick in die Geschichte der Region.
Den krönenden Abschluss bildet das ikonische „blaue Dorf“ Chefchaouen im Rif-Gebirge. Aufgrund der Lage in Nordmarokko eignet sich diese Route besonders gut zwischen Frühling und Herbst. In den Wintermonaten kann es noch recht kühl werden. Doch wenn du eine raue, ursprüngliche Naturlandschaft ohne viele Touristen suchst, wirst du von dieser Rundreise begeistert sein.


| Tag 1 | Ankunft Nador |
| Tag 2 | Al Hoceima |
| Tag 3 | Tétouan |
| Tag 4 | Tétouan |
| Tag 5 | Chefchaouen |
| Tag 6 | Chefchaouen |
| Tag 7 | Nador |







