Asilah
Asilah liegt rund 50 Kilometer südlich von Tanger an der nordmarokkanischen Atlantikküste. Die Stadt blickt auf eine fast 3.500-jährige Geschichte zurück und ist heute vor allem für ihre gut erhaltene Medina sowie für das jährliche Kunstfestival bekannt.
Geprägt wurde der Ort durch wechselnde Einflüsse der Phönizier, Römer und Portugiesen. Die heutige Architektur der Altstadt zeichnet sich durch weiß getünchte Häuserfassaden aus, die jährlich während des im Sommer stattfindenden Kulturfestivals von Künstlern aus aller Welt mit Wandgemälden gestaltet werden. Diese Tradition hat Asilah den Ruf einer Künstlermetropole eingebracht.
Bereits im 20. Jahrhundert suchten namhafte Persönlichkeiten wie der Maler Henri Matisse sowie die Musiker Jimi Hendrix und William Burroughs die Stadt auf. Die Kombination aus der Lage am Meer und der historischen Bausubstanz macht die Stadt bis heute zu einem Anlaufpunkt für Kreative und Reisende gleichermaßen.
Inhalt
Schnelle Fakten zu Asilah
| Region | Tanger-Tétouan-Al Hoceïma |
| Einwohnerzahl | ca. 36.000 (Stand: 2024) |
| Sprache | Marokkanisches Arabisch, Englisch, Französisch |
| Währung | MDH |
| Zeitzone | UTC+1 |
| Wirtschaft | Fischfang und Badetourismus |
| Besonderheiten | Kulturfestival, Wandmalereien, Medina |
Geschichte von Asilah
Die Geschichte von Asilah begann in der Antike unter dem Namen Zilis. Phönizier und Karthager nutzten den Ort als Handelsstützpunkt am Atlantik. Maßgeblich geprägt wurde die Stadt jedoch ab 1471 durch die portugiesische Besatzung. In dieser Zeit entstanden die Stadtmauern und Bastionen, die den Kern der Altstadt bis heute umschließen.
Nach einer kurzen spanischen Phase ab 1578 eroberte Sultan Moulay Ismail die Stadt im Jahr 1691 für Marokko zurück. Im 19. Im Jahrhundert diente der Hafen als Basis für Piraten, was 1829 zur Bombardierung durch die österreichische Marine führte. Während des Protektorats (1912–1956) stand Asilah erneut unter spanischer Verwaltung, verlor jedoch nach der Unabhängigkeit Marokkos vorübergehend an wirtschaftlicher Bedeutung.

Die heutige touristische Ausrichtung begann 1978 mit der Gründung des International Cultural Arts Festivals. Ziel dieser Initiative war die Sanierung der verfallenden Bausubstanz in der Medina. Seitdem gestalten Künstler jährlich die Fassaden der Altstadt neu. In der Folge entwickelte sich der Ort zu einem Zentrum für Zweitwohnsitze und zu einem Badeort für Reisende aus den marokkanischen Großstädten wie Tanger und Casablanca.
Sehenswürdigkeiten in Asilah
Medina
Die Altstadt von Asilah unterscheidet sich durch ihre weiß getünchten Fassaden und gepflasterten Gassen von den Medinas im Landesinneren. Das heutige Stadtbild ist durch die militärische Architektur der portugiesischen Besatzungszeit nach 1471 geprägt. Um die Verteidigung mit Artillerie zu erleichtern, verkleinerten die Portugiesen den ursprünglichen Stadtumfang der Almohaden und Meriniden auf die heutigen Maße.
Die Befestigungsmauern und Bastionen umschließen den Kern nahezu vollständig. Ein wichtiges Bauwerk ist der rechteckige Al-Qamra-Turm (Borj al-Hamra), ein Wehrturm im portugiesischen Stil nahe der ehemaligen Kasbah. Der Zugang zur Medina erfolgt über zwei Haupttore: das südliche Bab Homar, an dem das portugiesische Königswappen erhalten ist, und das östliche Bab al-Qasaba.
In der Architektur der Wohngebäude verbinden sich arabische Hufeisenbögen und Fenstergitter mit spanischen Elementen der Protektoratszeit. An der Westseite der Stadtmauer führen Treppen zu den Bastionen, die direkt über dem Atlantik liegen.

Seit den 1970er-Jahren werden die Außenwände der Häuser jährlich im Rahmen des Kulturfestivals mit neuen Wandgemälden versehen. Diese großflächigen Malereien prägen das Erscheinungsbild der Gassen und werden regelmäßig überstrichen, um Platz für neue Arbeiten internationaler Künstler zu schaffen.
Große Moschee
Im östlichen Viertel der Medina, auf dem Areal der ehemaligen Kasbah, befindet sich die Große Moschee von Asilah. Ihr Bau begann Ende des 17. Jahrhunderts unter Sultan Moulay Ismail nach der Rückeroberung der Stadt. Verantwortlich für die Ausführung war die Familie Errifi, die zu dieser Zeit das Gouverneursamt in Tanger innehatte.
Das Minarett der Moschee ist achteckig. Diese Form ist für den Norden Marokkos charakteristisch. Dagegen sind in den übrigen Landesteilen meist quadratische Grundrisse für Minarette üblich. Die Gestaltung des Bauwerks ist schlicht gehalten. Die Fassaden und der Turm sind weiß gestrichen und weisen keine Kachelmosaiken (Zellije) auf.
Wie bei fast allen religiösen Bauwerken in Marokko ist der Zutritt zum Gebetsraum Muslimen vorbehalten. Das Gebäude liegt unmittelbar an den Gassen der Altstadt und grenzt an die verbliebenen Mauern der Kasbah.

Die Bartholomäuskirche (Église San Bartolomé)
Die römisch-katholische Bartholomäuskirche befindet sich in der Neustadt, unmittelbar außerhalb der Mauern der Medina. Das Gebäude wurde 1925 während der spanischen Protektoratszeit von Franziskanern errichtet.
Der Bau kombiniert Merkmale des spanischen Kolonialstils mit maurischen Dekorelementen. Die Kirche ist Teil eines Klosters und gehört zu den wenigen christlichen Sakralbauten in Marokko, an denen das öffentliche Läuten der Glocken zur Sonntagsmesse gestattet ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Kirchen aus der Kolonialzeit, die heute als Kulturzentren dienen oder verfallen sind, wird die San-Bartolomé-Kirche weiterhin für regelmäßige Gottesdienste genutzt.

Der Friedhof von Sidi Mansour
Am westlichen Rand der Medina, zwischen der portugiesischen Bastion und der Meerseite der Stadtmauer, befindet sich der Friedhof von Sidi Mansour. Die Anlage liegt unmittelbar auf den Klippen über dem Atlantik.
Auffällig ist die weiß getünchte Koubba (Mausoleum) von Sidi Ahmed ibn Moussa, bekannt als Sidi Mansour. Ihm gegenüber liegt das Grabmal seiner Schwester, Lalla Mennana. Viele der Gräber auf dem Gelände sind mit farbig glasierten Keramikfliesen bedeckt. Der Außenbereich der Anlage sowie die angrenzende Plattform können besichtigt werden. Dagegen sind die Innenräume der Marabouts Muslimen vorbehalten.
Die befestigte Bastion neben dem Friedhof dient Anwohnern und Besuchern als Aussichtspunkt über die Küstenlinie und die Befestigungsanlagen der Altstadt.

Palais Raissouni
Das Palais Raissouni liegt an der nördlichen Stadtmauer und wurde 1909 im Auftrag von Moulay Ahmed er-Raissouni errichtet. Raissouni, ein lokaler Stammesführer, finanzierte den Bau und seinen Aufstieg zum Pascha der Region unter anderem durch die Erpressung von Lösegeldern nach Entführungen ausländischer Staatsbürger.
Das Gebäude wurde restauriert und wird heute als Kulturzentrum und Galerie genutzt. Die Architektur im Inneren umfasst Empfangssäle mit Zellij-Mosaiken, Stuckarbeiten und bemalten Holzdecken. Eine Loggia an der Seeseite führt zu einer Terrasse mit Blick auf den Atlantik und die darunterliegenden Klippen.
Einer lokalen Überlieferung zufolge nutzte Raissouni diese Terrasse für Hinrichtungen, indem er Verurteilte auf die Felsen unterhalb der Mauer stürzen ließ. Während des jährlichen Kulturfestivals im Sommer finden in den Räumlichkeiten des Palastes Kunstausstellungen und Veranstaltungen statt.

Kahal-Synagoge und der jüdische Friedhof
Das jüdische Erbe Asilahs konzentriert sich auf zwei Orte in und um die Altstadt. Die Kahal-Synagoge in der Medina wurde ursprünglich 1824 errichtet. Nach der Abwanderung der jüdischen Gemeinde verfiel das Gebäude über mehrere Jahrzehnte, bis es 2022 restauriert wurde. Der Komplex umfasst neben dem Gebetsraum auch eine Mikwe (Ritualbad) und einen Hammam.
Ergänzt wird die Synagoge durch den jüdischen Friedhof, der sich außerhalb der Stadtmauern, direkt an der Küste, befindet. Die weiß getünchten Gräber stammen von jüdischen Familien, die über Jahrhunderte hinweg im lokalen Handel und Handwerk tätig waren. Sowohl die Synagoge als auch der Friedhof dokumentieren die religiöse Geschichte der Stadt bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts zurück.
Übernachten in Asilah
Das Angebot an Unterkünften in Asilah konzentriert sich auf Riads innerhalb der Medina sowie auf Hotels und Apartmenthäuser in der angrenzenden Neustadt. Sind die traditionellen Riads fast immer in historischen Gebäuden untergebracht, so bieten die Hotels außerhalb der Stadtmauern meist modernere Standards und eine bessere Zufahrt für Fahrzeuge.
Die folgende Auswahl listet verschiedene Häuser nach Kategorien und Ausstattung auf:
Empfehlenswerte Hotels in Asilah
| Low Budget | ||
| Beach House | Einfaches Hostel in der Medina, Dachterrasse | |
| Riad Aicha | Kleines Riad in der Medina, strandnah | |
| Mittelklasse | ||
| Dar Mimouna | Gemütliches Riad mit Patio und Meeresblick-Terrasse | |
| Dar Manara Medina d’Asilah | Charmantes Riad in der Medina | |
| Maison d’hotes Berbari | Wunderschönes Landhaus etwas landeinwärts | |
| Gehoben | ||
| Hotel Al Alba Hammam & Restaurant | Kleines Boutiquehotel nahe Strand, Hammam-Spa, Dachterrasse | |
| Riad Oasis d’Asilah | Riad mit Gartenpatio, Pool, Dachterrasse | |
| Dar el Maq | Komplettes Riad in der Medina, Meerblick-Terrassen, Sauna | |
Strände in Asilah
Die Küste bei Asilah besteht aus Sandstränden, Dünen und Felsabschnitten. Während die Strände im Hochsommer von vielen Besuchern genutzt werden, sind sie in der Nebensaison weitgehend leer und die Brandung nimmt zu.
Stadtstrand (Plage d’Asilah)
Der Stadtstrand schließt unmittelbar südlich an die Medina an und erstreckt sich über mehrere Kilometer in Richtung Süden. Der Untergrund ist feinsandig und das Ufer fällt flach ab. Die Wellenbedingungen eignen sich sowohl fürs Baden als auch fürs Surfen. In den Sommermonaten gibt es einen Sonnenschirm- und Liegestuhlverleih sowie mehrere Strandcafés.

Paradise Beach (Plage Rmilate)
Dieser Strand liegt etwa sieben Kilometer südlich des Stadtzentrums. Er wird von Hügeln und Dünen begrenzt und ist naturbelassener als der Stadtstrand. In der Sommersaison öffnen einfache Gastbetriebe, die Fischgerichte und Tajines servieren. Dieser Strand wird häufig im Rahmen von Tagesausflügen angesteuert. Neben Taxis verkehren im Sommer auch Pferdekutschen von Asilah aus dorthin.
Südliche Küstenabschnitte
Zwischen dem Stadtgebiet und dem Paradise Beach liegen weitere Strandabschnitte, wie etwa der Bereich um Rmilate (ca. zwei Kilometer südlich der Stadt). Diese Abschnitte verfügen über weniger touristische Infrastruktur und werden primär von Anwohnern genutzt. In der Nebensaison sind diese Bereiche fast vollständig verlassen.
Campingplätze und Wohnmobilstellplätze in Asilah
In und um Asilah findet man mehrere Camping- und Wohnmobilstellplätze, die sich in Lage und Ausstattung unterscheiden.
Hôtel Camping Touristique Briech
Der Platz Hôtel Camping Touristique Briech befindet sich etwa fünf Kilometer südlich der Stadt an der Straße nach Briech. Der familiengeführte Platz verfügt über Anschlüsse für Strom, Wasser und Abwasser sowie über Duschen und ist barrierefrei zugänglich. Die Kosten liegen bei etwa 10 bis 15 Euro pro Nacht.
Camping Assada
Näher am Stadtzentrum, etwa 15 Gehminuten von der Medina entfernt, liegt der Camping Assada. Dabei handelt es sich um ein ummauertes Wiesengelände mit einfacher Sanitärausstattung und Stromanschluss für etwa 6 Euro pro Nacht.
Camping Echrigui
Zentral an der Avenue Khalid Ibn Oualid liegt der Camping Echrigui. Er bietet schattige Plätze, WiFi und sanitäre Anlagen mit Warmwasser für etwa 10 Euro pro Nacht. Ein Supermarkt befindet sich in unmittelbarer Nähe.
Stellplatz an der Stadtmauer (Avenue Moulay Hassan Ben Mahdi)
Für autarke Wohnmobile gibt es zudem einen bewachten Stellplatz an der Stadtmauer (Avenue Moulay Hassan Ben Mahdi). Dieser geschotterte Parkplatz bietet Platz für bis zu 30 Fahrzeuge, auch für Fahrzeuge mit Überlänge. Es gibt keine sanitären Einrichtungen. Die Gebühr beträgt 5 Euro pro Nacht.
Camping Saada
Direkt daneben befindet sich der Camping Saada, der ebenfalls über Stellflächen auf Gras und Schattenplätze verfügt. Die Übernachtung kostet hier inklusive zwei Erwachsenen rund 15 Euro.
Tahadart Camping
Etwa 10 bis 15 Kilometer außerhalb, zwischen Tanger und Asilah, liegt der Tahadart Camping. Der Platz ist mit Bäumen bepflanzt, verfügt über ein Restaurant sowie über WiFi und bietet Ver- und Entsorgungsstationen für Caravans an. Durch die Lage oberhalb des Strandes ist dieser Platz ruhiger als die innerstädtischen Campingplätze.
Ausflüge
Von Asilah aus sind verschiedene Ziele im Hinterland sowie entlang der Nordküste erreichbar. Östlich der Stadt liegen am Rand des Rif-Gebirges das Jebel-Bouhachem-Naturreservat und der Talassemtane-Nationalpark. Diese Schutzgebiete umfassen die verbliebenen marokkanischen Tannenwälder und verfügen über ein Netz von Wanderwegen. Im bergigen Gelände leben unter anderem Berberaffen.
Die Großstadt Tanger liegt etwa 45 Kilometer nördlich und ist mit Tanger über die Autobahn oder die Bahn verbunden. Auf der Strecke dorthin mündet der Fluss Tahadart in den Atlantik, dessen flache Sandzunge als Badestelle genutzt wird. Rund 40 Kilometer südlich liegt die Hafenstadt Larache. In unmittelbarer Nähe liegen die römischen Ruinen von Lixus, die zu den ältesten archäologischen Fundstätten der Region zählen.
Restaurants & Cafés in Asilah
Die Küche in Asilah ist durch die Lage am Atlantik und die Nähe zu Spanien geprägt. Neben klassischen marokkanischen Gerichten finden sich häufig spanische Einflüsse wie Paella oder verschiedene Fischspezialitäten auf den Speisekarten.
Einfache Fischrestaurants am Hafen
Im Hafenbereich konzentrieren sich einfache Restaurants, die den täglichen Fang verarbeiten. Das Angebot umfasst meist gegrillte Sardinen, Calamari, Dorade oder Garnelen. Innerhalb der Medina finden sich zudem zahlreiche Imbisse, die Tajines, Couscous sowie gegrillte Fleischspieße (Kefta oder Hähnchen) und Sandwiches anbieten. Diese Betriebe werden sowohl von Einheimischen als auch von Reisenden für schnelle Mahlzeiten genutzt.
Restaurants mit gehobenem Standard
Für ein formelleres Abendessen stehen mehrere etablierte Häuser zur Auswahl:
- Al Alba: gehobene marokkanisch-mediterrane Küche.
- Port XIV: modern gestaltetes Lokal an der Küste mit internationaler Ausrichtung und Fischgerichten.
- Restaurant Andalussi: klassisch-marokkanische Küche in der Medina, meist bis Mitternacht geöffnet.
- Le 32: kleineres Restaurant mit kreativer Küche.
- Sevilla: kombiniert marokkanische und spanische Speisen.
Cafés und Bars
Entlang der Stadtmauern und in der Umgebung der Medina gibt es Cafés, die Minztee und Kaffee anbieten. Das Nachtleben in Asilah ist im Vergleich zu größeren Städten wie Tanger ruhiger. Eine der wenigen Möglichkeiten, alkoholische Getränke wie Wein oder Cocktails zu bestellen, bietet die Room 30 Rooftop Bar, die über eine Dachterrasse mit Blick auf die Medina und den Ozean verfügt.
Asilah Arts Festival
Jedes Jahr im August verwandelt das Asilah Arts Festival die kleine Küstenstadt mit Konzerten, Theater, Tanz, Workshops, Lesungen und vielem mehr in ein betriebsames Künstlerparadies. Seit 1978 werden im Vorfeld des Festivals von Besuchern und Einheimischen die Häuser der Medina frisch in Weiß und Blau gestrichen. Ausgewählte Wände bleiben frei und dienen während des Festivals als Leinwand für Streetart und Murals internationaler Künstler.
Für Kinder gibt es eigene Flächen und Workshops zum kreativen Austoben. Bis Ende August wird Asilah zu einer Open-Air-Galerie. Viele der Werke bleiben das ganze Jahr über sichtbar, während Galerien und Ateliers dauerhaft marokkanische Talente präsentieren.
Anreise nach Asilah
Asilah liegt rund 45 Kilometer südlich von Tanger an der Atlantikküste und ist gut an das Verkehrsnetz im Norden Marokkos angebunden. Besonders von Tanger aus erreicht man die Stadt schnell und unkompliziert mit Zug, Bus, Taxi oder Mietwagen.
Mit der Bahn
Die bequemste Verbindung zwischen Tanger und Asilah ist die Bahn der staatlichen Eisenbahngesellschaft ONCF. Vom Bahnhof Tanger fahren mehrmals täglich Züge Richtung Rabat und Casablanca, die auch in Asilah halten.
Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten. Tickets sind in der zweiten Klasse günstig und kosten in der Regel ca. 16 Dirham (ca. 1,50 €). Der Bahnhof von Asilah liegt nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt, sodass man die Medina meist problemlos zu Fuß erreicht
Bus und Grand Taxi
Auch mit dem Bus gelangt man unkompliziert nach Asilah. Von Tanger verkehren regelmäßig Busse der beiden großen Anbieter CTM und Supratours. Die Fahrzeit beträgt je nach Verkehrslage etwa 45 Minuten. Die Tickets kosten ungefähr 20 DH.
Eine weitere Möglichkeit sind Grand Taxis. Diese fahren los, sobald alle Plätze besetzt sind. Der Preis liegt normalerweise bei ca. 20 DH pro Person. Die Fahrt dauert etwa 30 bis 40 Minuten.
Auto und Parken
Mit dem Auto erreicht man Asilah von Tanger aus in etwa 45 Minuten. Die Strecke führt entlang der Küste auf gut ausgebauter Straße und ist unkompliziert zu fahren.
Parkmöglichkeiten gibt es rund um die Medina sowie im Hafenbereich. Bewachte und gebührenpflichtige Parkplätze findet man beispielsweise an der Rue Moulay Hassan Ben Mehdi, nahe dem Hafen sowie in der Nähe der Stadttore zur Medina. Auch im restlichen Stadtgebiet kann man häufig kostenlos parken, allerdings meist ohne Bewachung.
Flug und Flughafen
Der nächstgelegene internationale Flughafen von Asilah ist der Flughafen Tanger. Von dort aus verkehren regelmäßig Busse, Züge, Taxis und Sammeltaxis in die Stadt.
Beste Reisezeit und Wetter in Asilah
In Asilah herrscht ein maritim geprägtes Klima mit milden Temperaturen.
März bis Mai & September bis Oktober
Das Thermometer zeigt tagsüber meist 20 bis 25 Grad. Regen fällt in diesen Monaten selten. Die Stadt ist in dieser Zeit ruhig, und die Strände sind weitgehend leer.
Juni bis August
Im Hochsommer steigen die Temperaturen auf 25 bis 30 Grad. Das Wasser des Atlantiks erreicht etwa 22 Grad. Da viele Marokkaner ihren Sommerurlaub an der Küste verbringen und im Juli das Kulturfestival stattfindet, ist die Stadt voll und die Preise für Unterkünfte ziehen an.
November bis Februar
Die Wintermonate sind mit 15 bis 18 Grad mild, aber regenreich. Besonders im November und im Februar treten häufig starke Winde auf. Die Besucherzahlen gehen stark zurück, was sich in niedrigeren Übernachtungskosten widerspiegelt.
- Weitere Informationen über das Wetter in Asilah mit Klimatabellen und Details zu Wassertemperaturen und Regentagen