Kochkurse und Foodtouren in Marrakesch

Kochkurse und kulinarische Ausflüge im Urlaub erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Marrakesch bietet mit seinen quirligen Märkten, seiner schmackhaften Küche und den exotischen Verheißungen des Orients die besten Bedingungen für Foodtouristen und Hobbyköche. Eine Auswahl der besten Angebote.

In Marrakesch werden inzwischen eine ganze Menge Kochkurse angeboten, die einen tieferen Einblick in die besondere Küche des Landes ermöglichen, als es ein einfacher Restaurantbesuch tut. Die Cooking Classes unterscheiden sich in Länge und Umfang der Kurse. Die geführten Erkundungstouren über die Gemüse- und Gewürzmärkte gehören nicht zwangsläufig dazu, sind allerdings ein eigenes Erlebnis für sich. Die Preise für normale Kochkurse bewegen sich je nach Angebot normalerweise zwischen 45 und 60 Euro pro Person, wobei es hierbei auch preisliche Ausreißer wie das Amal Women’s Trainings Center oder das House of Fusion gibt. Der zeitliche Umfang der Kurse variiert von etwa drei bis sechs Stunden. Um die Auswahl etwas zu erleichtern, werden hier die besten Angeboten vorgestellt, die sich online buchen lassen.

Kochkurs vor den Toren der Stadt: „Wir haben noch nie eine so gute Tajine gegessen!“

Im Faim d’Épices vor den Toren von Marrakesch wird ein halbtägiger Kochkurs (6 Stunden) angeboten, der in die Geheimnisse der marokkanischen Küche einführt. Nach dem Transfer von der Unterkunft zu einem kleinen Bauernhof lernt man unter der Anleitung von Köchin Nezha ein traditionelles Gericht zuzubereiten und köstliche marokkanische Drinks herzustellen. Das Hauptgericht variiert von Wochentag zu Wochentag, konstant bleibt das kulinarische Rahmenprogramm, das eine Einführung in die Welt marokkanischer Aromen und die Vorstellung diverser Kochinstrumente sowie einen Gewürzworkshop bereithält. Der von Teilnehmern als angenehm, erholsam und lehrreich beschriebene Kochkurs endet mit dem Verzehr des zubereiteten Menüs unter Oliven-, Zitronen- und Orangenbäumen. Neben dem Hauptgericht werden auch Salate, Brot und Desserts zubereitet.

kochkurs amal women trainingscenter marrakesch

(Foto: Riad Marrakesch)

Die Bewertungen vorheriger Teilnehmer fallen durchweg positiv aus: Die ländliche und gepflegte Anlage bietet ein vortreffliches Ambiente zum Kochen, alle Mitarbeiterinnen und vor allem Köchin Nezha geben sich sehr große Mühe und kümmern sich um ihre Gäste. Der Kochkurs ist für Anfänger gut geeignet und wird mehrmals als krönender Höhepunkt des Urlaubs in Marrakesch beschrieben. Read more

Cafés und Restaurants in Marrakesch: Restaurant Jama

Ruhiges und zurückgezogenes Ambiente, traditionelle marokkanische Gerichte, niedrige Preise und eine optimale Lage. Das Restaurant Jama in der südlichen Medina von Marrakesch ist ein echter Geheimtipp, um abends essen zu gehen.

Essen gehen in Marrakesch ist so eine Sache. Satt wird man zwar an jeder Ecke — sei es an den Garküchen auf dem Djemaa el Fna, den kleinen Imbissen in der Medina oder den von relativ vielen Touristen frequentierten Lokalen wie dem Les Nomads oder dem Café des Épices. Doch ein gemütliches Restaurant, in dem nicht nur hervorragendes marokkanisches Essen serviert wird, sondern wo man fast ungestört den ganzen Abend verbringen kann, muss man schon etwas geduldiger suchen. Wer diese Geduld nicht hat, sollte mal das unscheinbare Restaurant Jama probieren.

restaurant jama marrakesch Das familiengeführte Restaurant Jama befindet sich etwas versteckt in einem hübschen Riad in der südlichen Medina und liegt etwa fünf Minuten Fußweg vom großen Platz Djemaa el Fna entfernt in der Rue Riad Zitoun Jdid (Achtung, der bei Google Maps und TripAdvisor angegebene Standort ist nicht korrekt). Man betritt das Riad durch eine kleine Tür, die von mehreren Kerzen atmosphärisch beleuchtet wird und erreicht einen kleinen, mit einem Baum bewachsenen Innenhof, wo mehrere Tische stehen. Zudem gibt es zwei separierte Räume mit gemütlichen Sitzgelegenheiten. Da es im Winter im Innenhof etwas kühler sein kann, werden den Gästen mit Gas betriebene Heizpilze neben ihre Tische gestellt, so dass es angenehm warm ist. Read more

Shopping: Marokkanische Keramik im Laden meines Vertrauens

Marrakesch ist ein Wallfahrtsort für Shopping-Opfer und über die Landesgrenzen für das unermesslich große Warenangebot in den Souks der Medina berühmt — wer hier sucht, wird fündig. Wer auf der Suche nach marokkanischer Keramik ist und nicht lange stöbern will, geht kurzerhand in meinen Lieblingstöpferladen. Ein Geheimtipp.

Kunstvoll bemalte Schalen, Teller, Aschen- und Eierbecher, Schatullen, Krüge, Tassen und Tagines füllen die Regale und den Boden des relativ großen Keramikladens in der Zitoun Lakdim, der seit jeher eine gute Adresse für marokkanische Töpferwaren ist. Die werden zwar zum großen Teil in der für ihre Keramikprodukte bekannten Stadt Safi produziert, aber den weiten Weg muss man nicht auf sich nehmen, denn in dem Geschäft in der südlichen Medina wird eine großzügige Auswahl präsentiert.

keramik marrakesch

Read more

Orientierungshilfe: Navigation mit dem Smartphone und der App OsmAnd

Als Neuling kann es schon mal vorkommen, dass man sich in der Medina von Marrakesch verläuft und auf fremde Hilfe angewiesen ist, um zurück zum Djemaa el Fna zu finden. Heute genügt ein flüchtiger Blick auf das Smartphone, das mit der App OsmAnd in ein Navigationsgerät verwandelt wird, um zu wissen, wo man sich gerade befindet.

Um sich in den verwinkelten Gassen der Medina von Marrakesch orientierungssicher bewegen zu können, muss man erstmal ein gewissen Ortsverständnis entwickeln und lernen, die eigene Position mit Hilfe bekannter Gebäude oder der sichtbaren Minarette zu bestimmen. Mit einem Navigationsgerät oder der richtigen App auf dem Smartphone finden aber auch Ortsunkundige schnell ihren Weg und können sich zu angepeilten Zielen führen lassen. In diesem Artikel wird die kostenlose App OsmAnd vorgestellt.

osmand navigation app

OsmAnd ist eine Karten- und Navigationsapp, die auf dem kostenlosen, aber qualitativ hochwertigen Kartenmaterial von OpenStreetMap (OSM) basiert und auch offline funktioniert. In der kostenfreien Grundversion der App können bis zu sieben verschiedene Karten auf das Tablet oder das Smartphone geladen werden.

1001 Einstellmöglichkeiten der Navigationsapp OsmAnd

Read more

Hostels in Marrakesch

In Hostels lernt man neue Leute kennen, schont das Budget und kann selbst kochen. Auch in Marrakesch haben sich ein paar sehr schöne Backpacker-Domizile etabliert, die Namen wie Waka Waka, Kif Kif oder Young and Happy tragen und zum Teil dem Hippie Trail nachhängen. 

Wer möglichst wenig Geld ausgeben will und soziale Kontakte sucht, landet früher oder später in einem lebendigen Hostel voller Backpacker. Es gibt kaum einen besseren Ort, um andere Leute kennenzulernen — das gilt für Alleinreisende genauso wie für kleine Gruppen. In der Medina von Marrakesch gibt es inzwischen neun solcher Hostels mit Mehrbettzimmern, unterschiedlich großen Schlafsälen, Gemeinschaftsräumen und Dachterrassen, von denen eins gemütlicher als das andere aussieht.

hostel riad dia marrakesch(Foto: Hostel Riad Dia)

Im Mehrbettzimmer eines Hostels zu übernachten ist je nach Größe des Schlafsaals mit einer gewissen Unruhe verbunden. Sicherheitshalber sollte man Ohrstöpsel und Kopfhörer dabei haben. Je nach Ausstattung des Hostels ist ein kleines Vorhängeschloss nützlich, in den Abendstunden macht sich eine Taschenlampe bezahlt. Die meisten Hostels bieten eine Gemeinschaftsküche an, in der man selbst kochen kann. Kostenloses WLAN ist in allen Unterkünften selbstverständlich.

Hostels in Marrakesch

Alle neun Hostels befinden sich in der Medina, so dass man die meisten Sehenswürdigkeiten zu Fuß besichtigen kann und direkt im Zentrum der Altstadt logiert. Trotzdem unterscheidet sich die Lage mitunter erheblich. Als Orientierungshilfe dient die Entfernung zum Djemaa el Fna — eine Strecke, die man auch im Dunkeln zurücklegen muss, wenn man zuvor den Abend auf dem großen Platz verbracht hat. Die Hostels sind in absteigender Reihenfolge ihrer Bewertungen bei Booking.com (Stand 02/2016) sortiert. Read more

Shopping in Marrakesch: Ensemble Artisanal

Die Souks von Marrakesch sind mit ihrem Überangebot an Kunsthandwerk ein wahres Shoppingparadies, um die Preise muss dort allerdings hart gehandelt werden. Das Ensemble Artisanal ist ein guter Einstieg für Neulinge, denen noch die Orientierung fehlt.

Was gibt es in Marrakesch an Souvenirs zu kaufen und wie viel muss ich dafür bezahlen, ohne über den Tisch gezogen zu werden? Das sind die beiden großen Fragen, auf die ein Besuch im Ensemble Artisanal Antworten gibt. Der staatlich geförderte Komplex in der Nähe der Koutoubia-Moschee versammelt so ziemlich alle Kunsthandwerke, die in Marokko vertreten sind. Wer noch keine Erfahrungen im Feilschen hat und unsicher ist, ob die in den Souks der Medina aufgerufenen Preise angemessen sind, kann sich dort einen guten Überblick verschaffen.Ensemble Artisanal Marrakesch

Innerhalb des Komplexes gibt es jeweils ein bis zwei Läden und Werkstätten, in denen die jeweiligen Kunsthandwerke repräsentiert werden. Auf überschaubarer Fläche findet man so im Ensemble Artisanal Holz- und Schnitzarbeiten, Keramik, Schmuck, Filze, Schuhe, Stoffe und Bekleidung — vorwiegend Tücher und Djellabahs — Lampen, Teppiche, Musikinstrumente, Kalligraphien, Gewürze, Lebensmittel, Öle, Duftsteine und mehr. In einigen Läden wird ausschließlich verkauft, in anderen kann man den Handwerkern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen.

Ensemble Artisanal: Einkaufen zu Festpreisen in ungestörter Atmosphäre

Natürlich ist das Warenangebot der kleinen Läden im Ensemble Artisanal nicht besonders groß, aber man kann sich in ungestörter Atmosphäre einen Überblick über Preise und Qualitäten verschaffen, ohne permanent in Verkaufsgespräche eingebunden zu werden. Read more

MMP: Mourir Fatmi “Darkening Process”

Die aktuelle Ausstellung Darkening Process im MMP zeigt Fotos, Videos und Soundinstallationen des zeitgenössischen marokkanischen Künstlers Mounir Fatmi.

Der Künstler Mounir Fatmi wurde 1970 in Tanger geboren, studierte in Rom und Casablanca und lebt heute in Paris. Seit dem 30. Januar kann man im Rahmen der Ausstellung Darkening Process im Marrakech Museum for Photography and Visual Arts (MMP) Fotoserien, Videos, Soundinstallationen und Archivmaterial des Wahlfranzosen entdecken.

MMP Mounir Fatmi

Foto: Mounir Fatmi & Goodman Gallery, Johannesburg

Zu sehen gibt es Arbeiten aus den Projekten The Journey into Shame, The Blinding Light and Who is Joseph Anton?. Darin verarbeitete Mounir Fatmi unter anderem Referenzen an den US-amerikanischen Schriftsteller John Howard Griffin, der für sein rassismuskritisches Buch Black Like Me (1961) berühmt geworden ist, an den britischen Autoren Salman Rushdie und an den florentinischen Maler Fra Angelico.

Gefährlich? Wie sicher ist eine Reise nach Marrakesch?

Wie gefährlich ist es, in Marrakesch Urlaub zu machen? Auf diese in den vergangenen Jahren immer wieder gestellte Frage gibt es leider keine eindeutige Antwort, dafür aber ein paar gute Erfahrungen, um mit einigen Sorgen aufzuräumen.

Anfang Januar fragte die Süddeutsche Zeitung, in welches islamische Land man noch unbesorgt reisen könne, und lieferte die Antwort gleich mit: „In ganz Nordafrika gibt es zurzeit nur ein Land, das man normal bereisen kann: Marokko. König Mohammed VI. fährt hier einen klugen Kurs zwischen politischen Reformen und sozialen Verbesserungen. Der Regierungschef gehört dem gemäßigten politischen Islam an, Frauen wurden gesetzlich gleichberechtigt. Natürlich gibt es auch hier ein allgemeines Anschlagsrisiko, aber es ist wohl nicht höher als in Berlin oder London. Das Auswärtige Amt attestiert dem Land eine „gute touristische und sicherheitspolitische Infrastruktur“.“

Marrakesch ist bei Touristen beliebter denn je

Angesichts der momentanen politischen Situation in Syrien und dem Irak, den Anschlägen von Paris oder den Ereignissen der Kölner Silvesternacht sind die Themen Terrorismus, Kriminalität und Sicherheit irgendwie präsent, wenn es darum geht, ein islamisches Land zu bereisen. Schließlich fährt niemand mit dem Vorsatz in den Urlaub, dort Opfer eines Terroranschlags oder einer Entführung zu werden. Viele solcher Sorgen sind übertrieben und zeichnen ein verzerrtes Bild dieser Länder, andere sind nicht von der Hand zu weisen. Marokko gilt als sehr stabil und profitiert von der Unsicherheit in anderen Maghrebstaaten wie Tunesien und Ägypten, daher verwundert es kaum, dass sie die Zahl deutscher Urlauber dort von 2012 bis 2014 mehr als verdoppeln konnte. Im vergangenen Jahr erhöhte sich diese Zahl um weitere 10 Prozent.

djemaa el fna marrakesch

Wenn es Abend wird auf dem Djemaa el Fna in Marrakesch

Read more

Erfahrungsbericht: Kochkurs im Amal Women’s Training Center Marrakesch

Das Amal Women’s Training Center ist nicht nur ein soziales Vorzeigeprojekt, sondern auch ein hervorragendes Restaurant. Obwohl viele Köche den Brei verderben sollen, werden dort auch Kochkurse angeboten. Erfahrungsbericht eines leidenschaftlichen Hobbykochs.

Vor etwa einem halben Jahr wurde auf diesem Blog bereits das hervorragende Restaurant des Amal Women’s Training Center empfohlen. Hinter dem Projekt steckt eine Non-Profit-Organisation, die sozial benachteiligte Frauen bei ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt und in Lohn und Brot bringen will. Die teilnehmenden Frauen arbeiten mit fünfzehn Angestellten und zwölf ehrenamtlichen Helfern zusammen und erfahren eine gastronomische Ausbildung, die unter anderem marokkanische und internationale Küche, Service, französische Sprache mit Schwerpunkt Tourismus sowie Praktika in Riads und Restaurants umfasst.

kochkurs amal marrakesch

(Foto: Riad Marrakesch, 2015)

Im Amal Center werden an sechs Tagen in der Woche Kochkurse angeboten, bei denen man die Zubereitung von Couscous, Tagine oder Pastilla erlernen kann. Die Kochkurse werden wahlweise auf Arabisch, Französisch, Englisch und Spanisch durchgeführt und kosten pro Person 200 DH. Bei der besser früher als später zu erledigenden Online-Anmeldung gibt man den Wunschtermin und die passende Sprache an und kann aus einer Liste von acht Gerichten auswählen, was im Laufe des Kochkurses in der Tagine landen soll. Danach erhält man eine Bestätigung per E-Mail mit einer sehr guten Wegbeschreibung zu dem etwas versteckt gelegenen Amal Center. Read more

Erfahrungsbericht: Privater Flughafentransfer in Marrakesch

Viele Wege führen vom Flughafen Marrakesch in das Zentrum der Stadt. Neben Shuttlebus und Taxis lassen sich inzwischen auch komfortable Flughafentransfers unkompliziert online buchen. Ein Erfahrungsbericht mit Getyourguide

Knapp vier Stunden Flug können anstrengend sein und es ist nicht jedermanns Sache, unmittelbar nach der Landung mit den herbeieilenden Taxifahrern einen angemessenen Preis für die Fahrt ins Zentrum von Marrakesch auszuhandeln oder den öffentlichen Shuttlebus zu nehmen, um intuitiv an der richtigen Station auszusteigen. Der Bus ist zwar die günstigste Wahl, doch verschwindet dieser Preisvorteil, sobald die Reisegruppe vier oder mehr Personen zählt. Im Dezember 2015 war ich mit vier Mitreisenden in Marokko unterwegs und nutzte die Gelegenheit, einen privaten Flughafentransfer auszuprobieren.

flughafentransfer marrakesch menara

Privater Flughafentransfer im modernen Minibus inklusive WLAN (Foto: Riads Marrakesch) 

Getyourguide: Einfache Buchung und guter Service

Über die deutsche Buchungsplattform Getyourguide bieten verschiedene Transportunternehmen private Flughafentransfers vom Flughafen Marrakesch ins Zentrum der Stadt an. Read more

« Older Entries